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Auf den Spuren Theodor Fontanes

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben!“ Gemäß diesem Motto entschlossen sich alle Deutsch-Kurse des 13. Jahrgangs, am 08. September 2009 ins Ruppiner Land zu reisen, wo auch Fontane einst wanderte und lebte.

Um 8.44 Uhr warteten alle SchülerInnen und die vier KurslehrerInnen startbereit auf die S-Bahn, wohl wissend, dass, um die Sache spannender zu machen, die S-Bahn-GmbH am Abend zuvor verkündete, defekte Bremsen wären Grund der Entscheidung sehr kurzfristig 300 Züge aus dem Verkehr zu ziehen. Das Abenteuer begann, denn wir wussten weder genau, welche S-Bahnen noch fuhren und schon gar nicht, wann und wohin. Bereits mit unaufholbarer Verspätung stiegen wir in Treptow um in noch vollere Waggons, sodass ca. 15 SchülerInnen gar nicht reinkamen. Wir LehrerInnen befürchteten, dass wir letztlich in Neuruppin nur mit einem kleinen Häuflein Verwegener ankämen, wenn wir es überhaupt schafften. Aber wir überwanden tatsächlich alle Widrigkeiten und alle kamen mit über einer Stunde Verspätung in der 32.000 Einwohner zählenden Fontanestadt am Ruppiner See an.

Stadtführerinnen warteten bereits auf uns und vier Gruppen liefen zügig los …

Das Programm war reichhaltig, denn wir wollten so viel wie möglich von der Stadt sehen und über den Dichter, dessen Werk im Mittelpunkt des 3. Semesters steht und in Vorbereitung des Zentralabiturs 2010 für uns von Bedeutung ist, erfahren. Strahlender Sonnenschein begleitete uns, wir sahen die Häuser, in denen der junge Fontane wohnte, sein Gymnasium, die Pfarrkirche, die Apotheke seines Vaters, das Kloster , die berühmten Bilderbögen und der herrliche Blick auf den See entschädigte uns für alle Mühen. Im Heimatmuseum sahen wir dann noch Exponate aus der Gegend, das Fontanezimmer, in dem sich auch Originalmanuskripte befinden, und natürlich auch eine kleine Ausstellung über Schinkel. Den Abschluss bildete ein Vortrag eines Gastdozenten über das Leben und Schaffen Fontanes, der entgegen unserer Befürchtungen sehr kurzweilig und informativ war. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach Hause: viele Eindrücke im Gepäck, den Kopf voller Zahlen und Fakten und müde Füße. Es war ein sehr anstrengender, aber doch lohnender Tag, denn wo kann man über einen der bedeutendsten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, der Romane wie „Effi Briest“, „Frau Jenny Treibel“ und „Irrungen und Wirrungen“ sowie die dreibändige Reisebeschreibung „Wanderung durch die Mark Brandenburg“ schrieb, erfahren? Und die Balladen „John Maynard“ und „Herr Ribbek auf Ribbek im Havelland“ kennt jeder von uns!

Burmeister
Fachbereichsleiterin Deutsch

 
 
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