Wir (Frau Bönisch und Frau Höcker) sehnten uns nach mehr Freiraum für die Schüler, sehnten uns nach interessanten Unterrichts- und Präsentationsformen. Da fiel uns das Kolloquium ein. Wir erzählten den Schülern in unseren Grundkursen davon, schlugen ihnen ein Thema vor und ließen sie ein halbes Jahr "machen". Manchmal fragten wir nach, wie weit man sei, wir hörten vereinzelt, man hätte noch nicht mal begonnen. Dann fuhren die Moderatoren zur Skifahrt oder anderswo hin. Jedenfalls rückte der Tag immer näher. Plötzlich war die Aula für uns tabu, obwohl wir sie rechtzeitig anmeldeten, jedenfalls rechneten wir eher mit einem Fiasko.
Aber falsch gedacht!
Was unsere Schüler im Raum 109 vorbereitet hatten, war eine große Überraschung. Die Themen, die sie boten, waren nicht nur interessant, sondern größtenteils auch methodisch genial angelegt. Wir selbst waren von einer Lern- und nicht Lehratmosphäre angesteckt. Ja, wir haben allerhand gelernt: zu lachen im Unterricht, gebannt und überrascht zu sein, Risiken einzugehen und unseren Schülern zu vertrauen. Es war ein wirklich schönes Schulerlebnis, das uns auch Mut macht, eingefahrene Wege zu verlassen. Die Präsentationen zeugten überwiegend von einer hohen fachlichen Qualität und einer methodische Vielfalt. Mir möchten unseren Schülern unsere Anerkennung aussprechen für diese Leistung und ihnen danken. Die fachlichen Ergebnisse werden aufbereitet und nach den Osterferien veröffentlicht.