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Diese Seite zuletzt geändert am: 04.07.2017, 07:45

Bücher, Mangas und Leipzig bei Sonnenschein

Zur Exkursion zur Buchmesse Leipzig 2017
 
Morgens früh am Freitag, den 24. März 2017, machten sich rund 50 SchülerInnen, LehrerInnen und eine Erzieherin auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse. Ziel der vom Förderverein der Anna-Seghers-Schule e.V. geförderten Exkursion war es, bei den SchülerInnen die Lust am Lesen zu wecken und ein grundsätzliches Interesse für das Buch und sein vielfältiges Herstellungsumfeld herzustellen. Außerdem konnten sich die Ausflügler der Deutsch Leistungs- und Profilkurse potentielle Arbeitsfelder ansehen.
 
Ob die pädagogisch gewünschten Ziele erreicht wurden? Wer weiß. Ganz sicher haben einige der SchülerInnen von der Exkursion profitiert, indem sie einen Einblick in eine (Bücher-)Welt erhalten haben, die ihnen sonst eher fern ist.
 
B. Buchtaleck
 
Es folgt ein persönlicher Buchmessebericht einer Schülerin.
 

Leipziger Buchmesse 2017

 
Am 20.03.2017 besuchten wir im Rahmen der Schule die Leipziger Buchmesse. Dort gab es eine große Vielfalt an Büchern aller Genres, eine Menge Informationsstände und sogar Autoren, die ihre Werke signierten.
 
Das spannendste Gespräch hatte ich mit einem Autor an einem privaten Stand. Dieser Autor gehört keinem Verlag an und hat seine Werke hauptsächlich dem Schriftsteller Franz Kafka gewidmet. Er stellte mir eines seiner Bücher vor, in dem er Texte aus dem letzten Lebensjahr Kafkas gesammelt hatte und dazu Zeichnungen anfertigte. Die Zeichnungen schienen mir ziemlich entfremdend und absurd, aber passten genau zu den dazu gehörigen Texten Kafkas. Der Autor hat sich große Mühe gegeben seine Zeichnungen kafkaesk zu gestalten. Er hat sich sehr viel Wissen über Kafka angeeignet, um die Zeichnungen dem entsprechend zu zeichnen. Von dem Buch, welches er mir vorstellte, gibt es nur 50 Exemplare und der Preis für eins liegt bei 500 Euro. Es ist also ein echtes Sammlerstück für Bewunderer von Kafkas Werken. Noch dazu konnte man eine Hülle mit einem Porträt von Kafka kaufen, dass der Autor von Hand gezeichnet hat. Um dieses Unikat zu erhalten, muss man allerdings zusätzlich noch einmal 500 Euro zahlen.
 
Ich persönlich bewundere zwar, wie genau er die Zeichnungen den Texten angepasst hat, allerdings frage ich mich, ob es wirklich die Erfüllung des Lebens ist, wenn man sein ganzes Leben einer anderen Person widmet und diese Person praktisch studiert hat. Noch dazu bezweifle ich, dass es genug Leute gibt, die sich so sehr für Franz Kafka interessieren, dass sie bereit sind 500-1000 Euro für ein Buch zu zahlen. So hat er also unfassbar viel Arbeit und Herzblut in Bücher gesteckt, die im Endeffekt nur wenig Anerkennung finden werden. Er meinte zwar, er hätte bereits ein Buch verkauft, allerdings ist ein verkauftes Buch auch nicht die gerechte Anerkennung.
 
Abgesehen von diesem Gespräch,  gab es noch eine Menge anderer schöner Dinge auf der Messe. So konnte ich zum Beispiel ein Foto mit den Kindheitshelden Mario und Luigi machen. Alles in Allem war es also ein spannender Tag und eine echt schöne Abwechslung zu einem typischen Schultag. 
 
Schülerin
 
 
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