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Diese Seite zuletzt geändert am: 26.05.2010, 21:12

LSK-Projekt

„Hand ans Werk – Schüler gestalten ihren eigenen Schulhof“

Hättet ihr`s gedacht?

Der Innenhof der Anna-Seghers-Schule wurde neu gestaltet.

Nach gefühlten 1000 Jahren des Wildwuchses ist endlich etwas in unserem Garten passiert. 19 tapfere Praktikantinnen und Praktikanten stellten sich der Herausforderung.

Mit Hammer, Meißel, Heckenschere und Stecheisen bewaffnet wagten sie sich in den „Urwald".

Das Ziel war es, aus ihm einen gemütlichen Ort für die Schülerinnen und Schüler der Anna-Seghers-Schule zu schaffen. An drei Baustellen wurde gearbeitet, wobei alle Elemente selbst hergestellt wurden.

Gartengestaltung

Zuerst räumten die jungen Praktikanten das Gröbste auf. Nach Jahren der Untätigkeit gab es eine Menge zu tun. Die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen. Mit professioneller Hilfe (Frau Gries – Landschaftsarchitektin) gingen sie gegen das Chaos vor. Sträucher wurden herausgerissen, Bäume abgesägt, der Garten entwurzelt und tote Äste entfernt. Noch zu gebrauchende Pflanzen wie Goldregen und Scheinquitte wurden umgepflanzt. Nach und nach sah man dem Hof die Veränderung an.

Holzbearbeitung

Aus einfachen Baumstämmen, die vor Beginn des Projektes angeliefert wurden, sollten Skulpturen für den Garten geschnitzt werden. Diese haben als Sitzelemente die Aufgabe den Innenhof wohnlicher zu gestalten. Dazu musste zuerst die Rinde entfernt werden. Mit Hilfe der Kettensäge wurden erste Skizzen in die Stämme gefräst. Anschließend wurde begonnen die Details mit Stecheisen und Schonhammer herauszuarbeiten.

Schon nach wenigen Stunden musste die Arbeit im Innenhof beendet und auf den hinteren Teil des großen Hofes ausgewichen werden, da der Lärm die Abiturprüfungen störte.

Das Schnitzen der Figuren stellte sich als langwierig und ermüdend heraus, so dass es bei Mensch und Material nach kurzer Zeit zu Verschleißerscheinungen kam. Deshalb mussten die Stecheisen regelmäßig und zeitaufwändig geschliffen werden. Trotz aller Anstrengungen, die ihnen das Holz bereitete, hatten sie keinerlei Vorstellung, welche Mühen der Stein abverlangen würde.

Steinbearbeitung

Am Donnerstag, dem 29. April, wurden unsere beiden, jeweils einen Kubikmeter großen Kalksandsteinblöcke angeliefert. Die tonnenschweren Steine mussten per Kran abgeladen werden.

Für uns begann die Arbeit mit der Erstellung von Skizzen für unsere Skulpturen. Dazu arbeiteten wir in Gruppen zusammen und sammelten Ideen an der Tafel.

Bevor es ans Werk ging, mussten Unebenheiten im Stein begradigt werden. Die besten Skizzen wurden mit Kreide auf die Steine übertragen. Jeweils zwei Praktikanten arbeiteten an einer Seite des Steinwürfels. Nachdem die groben Strukturen mit dem Meißel in den Stein gezogen wurden, fingen sie an ihre Zeichnungen so gut wie möglich in den Stein zu bringen.

Schon nach den ersten Minuten merkten die unbedarften Bildhauer, dass die Arbeit kein Zuckerschlecken war. Doch auch Dreck, Staub und Lärm schreckten sie nicht ab. Selbst Verletzungen an den Händen und Fingern blieben nicht aus.

Unermüdlich rackerten sie sich an den Steinquadern ab, um ein passables Ergebnis zu erzielen. Am Ende jedoch übertrafen sie die Erwartungen aller.

Fazit

Die harte Arbeit hat sich gelohnt, nach fast drei Wochen kann man grobe Veränderungen erkennen. Sicherlich reichte die kurze Zeit nicht aus um die gesteckten Ziele von einem gemütlichen und lebendigen Hof vollständig zu verwirklichen. Jedoch konnte man beobachten, wie die Jungen und Mädchen von Tag zu Tag mehr in der Arbeit aufgingen. Dabei wurden auch unterschiedliche Vorlieben der Einzelnen deutlich. Mit Euphorie und Stolz schauen sie auf ihr Werk und hoffen, dass ihre Arbeit mit ebenso viel Engagement und Freude weitergeführt und so lange wie möglich erhalten wird.

Dieser Text wurde erstellt von den Schülerinnen und Schülern selbst unter der Anleitung von Paul Bahlmann (ehemaliger Abiturient unserer Schule)

Anmerkungen

Ich bedanke mich bei allen Schülerinnen und Schülern für ihr großes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft bei diesem Schülerprojekt, welches innerhalb des Betriebspraktikums im 9. Jahrgang durchgeführt wurde. Trotz einiger regnerischer und kalter Tage haben sie fleißig gearbeitet und gestaltet.

Ein großes Dankeschön gilt ebenso den Künstlern Frank Hüller (Stein) und Wolfgang Ramisch (Holz) sowie Frau Gries (Gartengestaltung) und Paul Bahlmann (Leiter der Gruppe „Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit“), die mit ihrer Geduld und ständigen Motivation die Schülerinnen und Schüler tatkräftig unterstützt haben. Wir sind zwar noch nicht fertig, doch der Grundstein ist gelegt. Innerhalb von freiwilligen Nachmittagsstunden werden diese und andere Schüler die Umgestaltung fortsetzen. Ich freue mich darauf, wenn die Figurengruppe aus Holz endlich aufgestellt werden kann. In diesem Sinne wollen wir es anpacken, diesmal bei hoffentlich besserem Wetter.

Frau Friedrich (Lehrerin für Bildende Kunst)

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