Interkulturelles Lernen im Russischunterricht
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„Savasten“ und“ Navanier“ treffen aufeinander
Anfang 2008 wurde die Ausstellung „Unsere Russen – Unsere Deutschen“ in Berlin präsentiert. Der WPU-Kurs Russisch Klasse 10 nahm dies zum Anlass, um im Unterricht über Vorurteile nachzudenken. In der Anfangsphase des Unterrichtsprojektes ging mit Hilfe vorbereitender Arbeitsblätter es um eigene Klischeevorstellungen. Es galt zunächst, Entfernungen zu Großstädten zu schätzen, sich mit russischen Sitten und Bräuchen auseinanderzusetzen und den Ausstellungsflyer gründlich durchzuarbeiten. So vorbereitet und in Arbeitsgruppen mit Aufgaben ausgestattet besuchten wir Ende Februar die Ausstellung im Schloß Charlottenburg. Sie zeigte, wie die Geschichte Russlands und Deutschlands seit 200 Jahren verwoben ist. Erstaunt stellten wir fest, dass sowohl die positiven wie auch negativen Stereotypen auf beiden Seiten seitdem fast beständig geblieben sind. Außerdem erfuhren wir Neues - über die deutsche und die russische Geschichte,
- über russische Kunst und Kultur,
- die Entwicklung der russischen Schrift und weitere Bereiche.
Um viele Eindrücke reicher und mit den bearbeiteten Aufgaben ging es im Unterricht an die Nacharbeit. Neben der Frage, welche neuen Erkenntnisse jeder Einzelne aus der Exkursion gezogen hat, wurde ganz praktisch erläutert, was Menschen widerfährt, die ohne Kenntnis kultureller Besonderheiten in eine Begegnung mit Fremden gehen. Die konstruierte Begegnung von „Savasten“ und „Navaniern“ (ein Rollenspiel in Gruppen) war exemplarisch gewählt und eine bereichernde Erfahrung. Die nächste Unterrichtsexkursion wird uns zum Deutsch-Russischen Museum nach Karlshorst führen. Text und Fotos: Ira Gniwotta (Leider durfte in den Ausstellungsräumen nicht fotografiert werden.)
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