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Diese Seite zuletzt geändert am: 22.01.2017, 12:12

Die Vorbereitungen:

Dieses Jahr am 18.11.16 wird es eine Anna-Seghers-Tagung an unserer Schule geben. Dafür bereiten mehrere Jahrgänge etwas vor. Der 8. Jahrgang zum Beispiel probt schon länger ein Theaterstück nach Anna Seghers Buch „Die Reise in das Elfte Reich“. Alles hat mit einer Projektwoche begonnen. Szenen wurden selber geschrieben, es wurde geprobt, überarbeitet und noch mehr geprobt. Auch Herr Kleinert, ein Theaterregisseur, half mit, damit die Szenen noch besser wurden. Als die Projektwoche vorbei war, wurde das Stück probehalber Jahrgangs intern aufgeführt. Jetzt, so kurz vor der Anna-Seghers-Tagung, gibt es immer noch Proben nach dem Unterricht, um sich wieder an die Texte zu erinnern, die Einsätze nicht zu verpassen und, und und...

 

Der Tag:

Am 18.11.16 war es dann soweit. Die Anna-Seghers-Tagung war da. Aber mit so vielen Proben zweifelt keiner daran, dass der Auftritt ein großer Erfolg wird. Als der 18.11.16 kam, liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Den ganzen Vormittag wurde wiedereinmal geprobt und überarbeitet. Alle waren ganz aufgeregt, aber sehr konzentriert. Und dann war es soweit. Alle standen vor der Aula, bereit, den Auftritt zu absolvieren. Natürlich war jeder aufgeregt. Beim Auftritt jedoch herrschte höchste Konzentration. Alles lief gut und dem Publikum hat die Vorführung auch gefallen. Nach dem Auftritt waren alle erleichtert und glücklich.

 

 

Interview mit Pierre Radvanyi:

Wir trafen uns am 18.11.2016 auf der Anna-Seghers Tagung mit dem Sohn von Anna Seghers, Pierre Radvanyi. Freundlich willigte er ein und wir begannen mit dem Interview.

On-Re: Sehr geehrter Hr. Radvanyi, wir sind Schüler dieser Schule und kommen aus der Klasse 8A. Ich bin Hanka Und ich bin Anastasia. Wir wollen sie um ein Interview für die Online-Redaktion, damit wir diese später auf die Homepage unser Schule stellen können. Ok, dann beginnen wir. Gefällt es ihnen, dass ihre Mutter heute noch so sehr gewürdigt wird?

Hr. Radvanyi: Ja, das ist in Ordnung. On-Re: Welches Buch ist ihr Lieblingsbuch, von denen die ihre Mutter geschrieben hat? Hr. Radvanyi: Na das sind mehrere natürlich.Ich kann nicht sagen, dass eins mein Lieblingsbuch ist.

 

 

 

On-Re: Können sie Beispiele nennen?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Ja, ich kann Beispiele nennen. Zum Beispiel, Transit ist ein Buch. Es spielt in Südfrankreich, am Anfang des Krieges, wo alle Flüchtlinge nach Marseille kamen. Und ich wollte noch was dazu sagen. Ich war dabei, damals war ich 14 Jahre alt. Ich habe das miterlebt. Und sie hat einen Roman daraus gemacht, was uns passiert ist. Und alles was wir erlebt haben. Sie hat Figuren genommen, aber alles was passiert ist, haben wir selbst gesehen. Und das bewegt mich natürlich.

On-Re: Unser Eindruck war, dass Anna Seghers eine sehr fröhliche Frau war. Können sie das bestätigen?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Ja, das war sie natürlich. Sie war meine Mutter.

 

 

 

On-Re: Wir führen heute noch etwas auf. Was erwarten sie von der Vorführung? Freuen sie sich schon darauf?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Ich freue mich. Ich weiß nicht was ich erwarten soll. Ich werde sehen. Also ich denke, dass die Anna-Seghers-Schule was Schönes gemacht haben.

On-Re: Wie war denn ihre Reise nach Deutschland?

Hr. Radwanyi: Ich habe es schon mehrmals gemacht. Es war nicht das erste Mal.

 

 

 

On-Re: Und wie lange bleiben sie noch in Berlin?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Ich bleibe bis Sonntag Abend.

 

 

 

On-Re: Und was werden sie noch hier in Berlin machen?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Heute Abend ist die Preisverleihung an einen Mexikanischen Schriftsteller. Die dieses Jahr den Preis erhält. Meine Mutter hatte vorgesehen, dass aus dem Geld was von den Verlagen kommt, an einen jüngeren Schriftsteller entweder in deutschen Sprachen und in anderen Ländern gegeben werden soll. Dieses Jahr soll ein Schriftsteller aus Lateinamerika und das ist ein Mexikaner, der einen Roman geschrieben hat, was heutzutage in Mexiko passiert. Aber es sind Figuren die er sich selbst ausgedacht hat.

 

 

 

On-Re: Und wie gefällt ihnen unsere Schule?

Hr. Radvanyi: Naja ich bin ja zum ersten mal hier. Ich bin ja gerade erst aus dem Auto. Sie haben uns ja gebracht. Sie gefällt mir, aber ich kenne sie nicht gut.

 

 

 

On-Re: Ok, werden sie noch zu der Gedenkstätte von Anna Seghers gehen?

 

 

 

Hr. Radvanyi: Ja, also das ist für mich nicht nur eine Gedenkstätte, sondern die Wohnung meiner Eltern. Und ich habe dort geschlafen, wir haben dort immer zusammen Frühstück gegessen oder Abendessen gehabt. Mir bedeutet diese Gedenkstätte etwas anderes als anderen Menschen. Jedes Bild, jeder Gegenstand in der Wohnung erinnert mich an die Zeit meiner Mutter.

 

On-Re: Danke für das Interview.

 
 
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