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Diese Seite zuletzt geändert am: 29.06.2010, 21:50

Gedenken an die Opfer der „Köpenicker Blutwoche“

Am Montag, dem 21. Juni 2010, beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der Anna-Seghers-Schule an der alljährlichen Gedenkveranstaltung zur „Köpenicker Blutwoche“.

Diese Woche im Juni 1933 bildete einen ersten Höhepunkt des Nazi-Terrors nach Hitlers Machtergreifung. Die SA stürmte zahlreiche Wohnungen im Berliner Bezirk Köpenick und führte Verhaftungen durch. Etwa 230 Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler, Juden und weitere Andersdenkende wurden verhaftet und teilweise grausam gefoltert. 23 Menschen kamen dabei ums Leben.

An einem der Hauptorte der Geschehnisse, dem ehemaligen Köpenicker Amtsgerichtsgefängnis, gibt es seit 1980 die Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“. Am 21. Juni jeden Jahres wird an diesem Ort eine Gedenkveranstaltung durchgeführt.

So galt auch der 21.Juni 2010 dem Gedenken an die Opfer und dem dreißigjährigen Bestehen der Einrichtung.

Eröffnet wurde die diesjährige Veranstaltung mit einer Rede des Bezirksstadtrates für Bürgerdienste, Bildung und Sport, Svend Simdorn.

Anschließend gaben Mitglieder der Musikschule Joseph Schmidt eine musikalische Einführung.

Das darauffolgende Programm gestalteten Schülerinnen und Schüler der Anna-Seghers-Schule, mit Vorträgen von Gedichten und selbstverfassten Reden (Leistungskurs Geschichte 12, Frau Krzewina) sowie einer Aufführung des DS-Kurses von Frau Otto und Herrn Westermann mit selbst inszenierten Szenen frei nach Brecht aus „Furcht und Elend des Dritten Reiches“.

Alle Texte und gespielten Szenen setzten sich mit dem Leiden der Menschen in Kriegen und Diktaturen auseinander.

Anschließend wurden die Namen der Opfer verlesen und die Musikschule Josef- Schmidt beendete das Programm mit einem kurzen Musikstück.

Plötzlich erhob sich der 97-jährige Zeitzeuge Erwin Schulz, der während der Hitler-Diktatur ein KZ überlebte, aus dem Publikum, bedankte sich bei den jungen Mitwirkenden und hielt spontan eine eindringliche Rede über die Schrecken der damaligen Zeit und über die Notwendigkeit, solch ein Regime nie wieder zuzulassen.

Alles in allem ein kurzes, aber sehr gelungenes und schönes Programm.

Elias Hartung, Klasse 12

 
 
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