Vom 18.-20. November 2011 tagte die Anna Seghers Gesellschaft in Berlin zu dem Thema
"Das Chinabild in der Literatur des 20. Jahrhunderts". Die Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, eine kleine Präsentation zu gestalten, die als Einstimmung in das umfangreiche Programm dienen sollte.
Die Überlegungen begannen, das Suchen nach Texten, in denen unsere Namensgeberin sich mit China beschäftigt hat und schnell stießen wir auf ihre Intention, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen. Als Kunststudentin in Heidelberg glaubte sie naiv, nach ein paar Semestern Sinologie Inschriften auf Gemälden übersetzen zu können. In den 30-er Jahren schrieb sie einzelne Erzählungen, in denen sie sich mit den politischen Begebenheiten in dem fernen Land befasste, z. B. "Die Gefährten" und die "Stopuhr".
Da wir gerne Fächer und Jahrgangs übergreifende Projekte machen, waren also die Grundstufe, die Sek I und die Sek II aufgefordert, sich etwas zu überlegen. Innerhalb der Fachbereiche Deutsch, Musik und Bildende Kunst entstanden die ersten Ideen und die Arbeit begann. Ein "Gamelan"-Orchester mit Schülerinnen und Schülern aus dem 9. Jahrgang und der gymnasialen Oberstufe unter der Leitung von Herrn Sudars gründete sich und in dessen Darbietung ostasiatischer Klänge fügte sich passend eine szenische Lesung aus verschiedenen Erzählungen Seghers' des Leistungskurses Deutsch, 13. Jahrgang ein. Auch im Kunstunterricht wurde vieles vorbereitet: Bilder, Seidenmalerei und thematische Ausgestaltungsrequisiten. Einige Schüler der Klasse 11A bereiteten mit Herrn Kleinert vom TuSCH-Partnertheater ein szenisches Spiel vor. Nicht zuletzt seien die Kleinen aus der Klasse 2C erwähnt, die mit ihrer Erzieherin, Frau Korffmann, einen chinesischen Tanz einstudierten.
Mit diesem begann dann auch am Freitag um 14.30 Uhr das Programm. Im völlig überfüllten Seminarraum der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee stieg die Spannung, bei den Schülerinnen und Schülern das Lampenfieber! Maxi und Philip aus der 11A begrüßten die Zuschauer, unter ihnen Pierre Radvanyi, den Sohn Anna Seghers' und dann erklang chinesische Musik, zu der die Kleinen einmarschierten und beeindruckend tanzten. Der Drache war die Attraktion und wurde von allen bewundert. Ein kleiner Film mit einer Fotocollage über die Vorbereitungen an unserer Schule wurde gezeigt, danach wurden wir im szenischen Spiel in das China der 20-er und 30-er Jahre geführt. Die Gamelan Musik fand großen Respekt, der Applaus belohnte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der Dank durch den Vorstand der Anna Seghers Gesellschaft ließ alleVorbereitungs-Mühen vergessen.
Ein großes Dankeschön auch an dieser Stelle nochmals an alle beteiligten Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer. So macht Schule Spaß und man lernt trotzdem etwas dabei!